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Buchtipps - Belletristik

Es ist der glühend heiße Sommer 2018. Die Familie Bánk ist in die alte Heimat gefahren, nach Ungarn. Noch einmal will der Vater weit hinausschwimmen in den Balaton-See, noch einmal wollen alle zusammen im Garten des Sommerhauses sitzen. Doch es kommt ganz anders. In diesem nicht endenden Sommer nimmt die Tochter Abschied vom geliebten Vater. Wie schon in ihrem frühen Roman 'Die hellen Tage' nimmt uns Zsuzsa Bank mit in die Heimat ihrer Eltern. Ein Sehnsuchts- und Kindheitsort, den sie erneut poetisch und doch präzise in Worte zu fassen vermag.

Pax wächst in einer Kleinstadt auf. An seine Eltern und den großen Bruder hat er keine Erinnerungen, sie sind von einer Afrikareise nicht zurückgekehrt. Tante Beatrix, seltsam altjüngferlich und einigermaßen verklemmt, arbeitet als Verkäuferin im örtlichen Kaufmarkt und zieht Pax groß, so gut sie eben kann.

ENDLICH IST ES DA ! - das Buch über JOHN CRANKO, das in der vergangenen Woche im Feuilleton der Stuttgarter Zeitung bereits hymnisch rezensiert wurde. 'SeelenTanz' lautet der Titel, und damit ist dem Autor Thomas Aders wirklich ein großartiges Porträt dieses außergewöhnlichen Menschen, Künstlers, ja, Magiers John Cranko gelungen.

Elisabeth lebt eigentlich in einem der schmucken Weindörfer vor den Toren Stuttgarts, doch diesen Sommer verbringt sie im wenig idyllischen Stuttgarter Osten, um ihre beiden Enkel zu betreuen. Ihre Tochter, frisch geschieden, gönnt sich eine Auszeit in den USA. Derweil also kümmert sich Elisabeth um den übergewichtigen Bruno und die pubertierende Stella, und ganz nebenbei will sie den Haushalt der Tochter ein wenig in Ordnung bringen.

John von Düffel ist ein leidenschaftlicher Schwimmer, und so spielt das Element Wasser in vielen seiner Bücher eine wichtige Rolle. (Einige LeserInnen haben seinen Roman 'Vom Wasser', mit dem er auch bei uns im Botnanger Buchladen zu Gast war, sicher noch in bester Erinnerung.) Diesmal steht ein See im Zentrum der Handlung, um den ein erbitterter Konflikt tobt - zwischen Öko-Aktivisten einerseits und Gründstücksspekulanten andererseits.

Der soeben erschienene Roman spielt in den legendären 20er Jahren in Göteborg. Die Stadt feiert ihr 300jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsausstellung, die DAS Ereignis des Jahres, nein des Jahrzehnts werden soll. Zu den Gästen der Ausstellung gehört auch Albert Einstein, der bereits ein berühmter Wissenschaftler ist, und in Göteborg seine nachträgliche Nobelpreisrede halten soll. Während er einerseits als Wissenschaftsstar gefeiert wird, erlebt Einstein andererseits offen antisemitische Anfeindungen und harte Konkurrenzkämpfe mit anderen Wissenschaftskollegen.

Ian McEwan – Die Kakerlake Das neuste Werk von Ian McEwan war so nicht geplant, aber er konnte nicht anders als das, was um Ihn herum passiert, in diesem Werk zu verarbeiten.

Mit seinem Buch 'Die Herrlichkeit des Lebens', in dem er Franz Kafka und dessen letzte große Liebe zu der jungen Köchin Dora Diamant in den Mittelpunkt stellte, war Michael Kumpfmüller vor einigen Jahren bei uns zu Gast. In seinem neuen Buch nun widmet er sich der Schriftstellerin Virginia Woolf, und erzählt von den letzten zehn Tagen ihres Lebens.

Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre Weltgeschichte: Zwei Männer treffen sich in vollkommener Finsternis. Sie wollen ans Licht, unbedingt. Sie tasten sich voran, führen irrwitzige Gespräche und teilen die Erinnerungen an zwei haarsträubend unterschiedliche Leben. Die Männer? Stan Laurel und Thomas von Aquin. Der begnadete Komiker trifft auf den großen Denker des Mittelalters. Warum hier? Warum jetzt? Warum gerade sie beide? Genau dies müssen sie herausfinden, um endlich ans Licht zu gelangen.

Mit großem Unverständnis haben wir wohl Alle in den vergangenen Monaten den Brexit verfolgt, und EIGENTLICH hatte ich überhaupt keine Lust, jetzt auch noch einen Roman zu diesem Thema zu lesen. Aber: Ignorieren ist auch keine Lösung! Und also habe ich dann doch den neuen Roman von Joathan Coe gelesen, dem der Ruf als ein herausragender britischer Gesellschaftsroman vorausging. Und tatsächlich: Ähnlich wie Juli Zeh in 'Unterleuten' die deutsche Befindlichkeit einfängt, liefert Jonathan Coe in 'Middle England' eine vielschichtige Analyse der aktuellen britischen Gesellschaft.

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