Adam Baron: Freischwimmen

Der Ich-Erzähler in diesem Buch heißt Cym - eigentlich Cymbeline, nach einer Figur aus einem Theaterstück von Shakespeare. Nungut, es können ja nicht alle Kevin oder Marcel heißen, aber neben diesem etwas seltsamen Vornamen hat Cym noch ein ganz anderes Problem: Er kann nicht schwimmen, und dabei ist er schon neun Jahre alt. Und jetzt steht Schulschwimmen auf dem Stundenplan, und Cym will auf gar keinen Fall als Nichtschwimmer da stehen. Stattdessen gibt er sich ganz cool, und lässt sich auch noch von dem Angeber Billy zu einem Wettkampf im Becken provozieren.
Als der behauptet, er könne sogar Schmetterling, kontert Cym 'Ich kann Motte!' - was natürlich überhaupt keine Schwimmart ist.
Doch so witzig und temporeich das Buch daherkommt, hat es doch durchaus auch Tiefgang:
Die völlig verunglückte erste Schwimmstunde, bei der Cym schließlich von der angehimmelten Veronique aus dem Wasser gezogen werden muss, hat ungeahnte Folgen. Denn es gibt Gründe, warum seine Mutter immer verhindert hat, dass Cym schwimmen lernt, und so kommt er einem Familiengeheimnis auf die Spur, das sein Leben ziemlich durcheinander bringt.
 
Sehr altersgerecht, urkomisch und klug zugleich gelingt es dem britischen Autor Adam Baron - der übrigens auch Schauspieler und Komiker ist - ganz leichtfüssig auch über schwere Themen zu schreiben.
 
Für LeserInnen ab 10 Jahren

Buchtipp von Uscha Kloke
 

Baron, Adam
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
ISBN/EAN: 9783446266070
15,00 € (inkl. MwSt.)